Qualität der Olivenöle

 

Zahlreiche medizinische Studien haben die gesundheitsfördernde Wirkung von Olivenöl nachgewiesen. Es ist belegt, dass das Risiko einer Herzerkrankung oder einiger Krebserkrankungen durch den Verzehr von hochwertigem Olivenöl sinkt.

Der hohe Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren (zwischen 60 und 80 Prozent) übt nachweislich einen positiven Einfluss auf die Stoffwechselfunktionen des Menschen aus. „Schlechtes“ Cholesterin (LDL) wird abgebaut und die Neubildung von „gutem“ Cholesterin (HDL) unterstützt. Olivenöl ist sehr vitaminreich. Es enthällt die Vitamine A, D und K und vor allem viel Vitamin E, das als „Radikalfänger“ gilt.

Eigentlich ist Olivenöl „virgen extra“ einfach nur Fruchtsaft; das einzige Öl übrigens, das direkt aus der frischen Frucht gepresst wird. (nahezu alle anderen Speiseöle sind raffiniert, d.h. bei der Herstellung werden Lösungsmittel und Hitze eingesetzt die natürlich Geschmack und Qualität beeinflussen). Seine Aromen sind so vielfältig wie die verwendeten Fruchtsorten. Anders als die meisten anderen pflanzlichen Öle ist Olivenöl ein reines Naturprodukt.

Olivenöl wird nach Qualitätsstufen unterschieden. Als native Olivenöle bezeichnet man jene Öle, die durch rein mechanische Prozesse gewonnen werden. Die Früchte werden nur gewaschen, gepresst oder zentrifugiert und gefiltert. Dabei ist entscheidend, dass es während des Verarbeitungsprozesses keine größere Wärmeentwicklung gibt. Die Qualität von nativem Olivenöl wird durch zwei Kriterien definiert: Erstens die chemischen Eigenschaften (z.B. den Säuregehalt, der keinen Einfluss auf den Geschmack hat!) und zweitens die sensorische Analyse durch Experten, wobei vor allem Geruch und Geschmack bewertet werden.

Natives Olivenöl Extra (Aceite de Oliva Virgen Extra)

Dieses Öl ist von ausgezeichnetem Geschmack und hat einen Säuregehalt von weniger als ein Prozent.

Natives Olivenöl (Aceite de Oliva Virgen)

Dieses Öl ist ebenfalls von sehr gutem Geschmack und hat einen Säuregehalt von weniger als zwei Prozent.

Olivenöl (Aceite de Oliva)

                   Dieses Öl ist ein Verschnitt aus raffinierten

                   und nativen Olivenölen

Alle nativen Olivenöle eignen sich für jede Art Speisezubereitung. Dank seiner hohen Hitzebeständigkeit (siehe Grafik) kann man mit nativen Olivenölen sehr gut kochen, braten, frittieren oder rösten. Bei hohen Temperaturen legt sich Olivenöl wie eine schimmernde Schutzschicht um die Lebensmittel und verfeinert ihren Geschmack, ohne dabei den Nährwert zu mindern. Aber auch zur Zubereitung und Verfeinerung von kalten und warmen Gemüsen, Salaten, Suppen oder gegrilltem Fisch und Fleisch ist natives Olivenöl bestens geeignet

Erhitzbarkeit verschiedenen Öle und Fette

Grafik: Olivenöl Panel / Wessling

Luft, Licht und Hitze beeinflussen Olivenöl. Stellen Sie daher sicher, dass die Ölflasche stets gut verschlossen ist, bewahren Sie nur eine kleine Menge für den Bedarf der nächsten Tage bei Zimmertemperatur auf und setzen Sie das Öl keinem direkten Sonnenlicht aus.

Ihren Olivenölvorrat lagern Sie am besten bei niedriger Temperatur ohne Lichteinwirkung (am besten bei Keller-temperatur ca. 16°C, dunkel).

Bei Aufbewahrung im Kühlschrank flockt das Öl aus, dies hat jedoch praktisch keinen Einfluss auf die Qualität und Haltbarkeit des Öls. Bei Erwärmung auf Zimmertemperatur bildet sich die Ausflockung in der Regel wieder zurück.

Ein gut gelagertes Olivenöl ist durchaus 18 Monate oder länger haltbar, ohne an Geschmack und Duft zu verlieren.

Die Farbe eines Öls gibt keine Auskunft über seine Qualität.

Die Qualität eines Olivenöls ist in erster Linie abhängig von der Art und Weise der Ernte und Verarbeitung der Oliven.